Vom Konzept bis zum produzierbaren Bauteil
Kunststoffteile maßanfertigen lassen
Die Anfertigung eines Kunststoffteils erfordert ein Zusammenspiel aus Materialwahl, Engineering, Fertigungsfähigkeit und Produktion. PEZY begleitet den Weg vom Konzept und Prototyp bis hin zu Werkzeugbau, Validierung und Serienproduktion. Wir arbeiten von unseren eigenen Anlagen in Groningen aus und mit einem sorgfältig ausgewählten Partnernetzwerk. Den Produktionsweg stimmen wir auf Ihre Anwendung, Stückzahlen und Qualitätsanforderungen ab.
Diese Unternehmen vertrauen PEZY, um ihr Produkt Wirklichkeit werden zu lassen.
Die Grundlage für ein herstellbares Kunststoffteil
Wir beginnen mit Anwendung, Nutzung, Umfeld und Kostenzielen. Dein Domänenwissen kombinieren wir mit über dreißig Jahren Erfahrung in der Kunststofftechnik. So können wir eine Idee oder ein technisches Konzept in konkrete Anforderungen überführen und prüfen, welche Entscheidungen den größten Einfluss auf das weitere Vorgehen haben.
Anwendung und Ergonomie
Wir untersuchen Kräfte, Bewegungen, Berührungen und wiederkehrende Handlungen. Die Ausführung muss zum Nutzer passen, mit Augenmerk auf intuitive Bedienung, Komfort und Lebensdauer.
Umgebungsbedingungen
Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, Chemikalien, UV-Strahlung, Vibrationen, Staub und Stöße werden in die Anforderungen einbezogen. Das gewählte Material und die Konstruktion müssen zu den tatsächlichen Einsatzbedingungen passen.
Belastung und Mechanik
Statische und dynamische Belastungen, Druck, Biegung, Torsion und Ermüdung erfordern eine gezielte Bewertung. Mit FEA und Praxiserfahrung prüfen wir Materialwahl, Wandstärken und Rippenstrukturen.
Volumen und Kostenziel
Ein Prototyp, eine Kleinserie von z. B. 100 bis 5.000 Stück oder größere Mengen: Stückzahlen und Testziel beeinflussen die Fertigungsroute. Wir wägen 3D-Druck, CNC-Bearbeitung, Vakuumguss, Rapid Tooling und Spritzguss gegeneinander ab.
Integration und Montage
Wir prüfen die Passung mit Elektronik, mechanischen Teilen, Dichtungen, Steckern und anderen Kunststoffkomponenten. Toleranzen und Montagefreundlichkeit werden in die gemeinsame technische Ausarbeitung einbezogen.
Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit
Recycelbarkeit, PCR-Materialien, biobasierte Kunststoffe und Design for Recycling werden frühzeitig geprüft. Wir bewerten, welche Möglichkeiten zu Leistung, Lebensdauer und Verarbeitung des Bauteils passen.
Normen, Sicherheit und Materialanforderungen
Welche Anforderungen gelten, hängt vom Produkt, der Anwendung und dem Markt ab. Wir erfassen die relevanten Gestaltungskriterien und die erforderliche Nachweisführung frühzeitig. Ein Kunststoffteil ist nicht automatisch CE-pflichtig oder zertifiziert; die Anforderungen an das Endprodukt müssen separat bewertet werden.
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Schutz und Brandverhalten
Je nach Einsatz prüfen wir Staub- und Wasserschutz, etwa IP65 oder IP67, mechanische Schlagfestigkeit und IK-Anforderungen. Für das Brandverhalten kann eine Materialklasse wie UL 94 V-0 relevant sein. Eine Materialklassifizierung ist nicht gleichbedeutend mit der Zulassung des gesamten Produkts.
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Stoffe und Nachverfolgbarkeit
Anwendbare Vorgaben zu RoHS und REACH berücksichtigen wir bei der Materialauswahl und Dokumentation. Wir betrachten Herkunft, verfügbare Materialdaten und Stoffrisiken, damit Entscheidungen in der Lieferkette fundiert getroffen werden können.
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Anforderungen für spezifische Anwendungen
Für medizinische Anwendungen können Anforderungen an das Qualitätsmanagement, etwa ISO 13485, relevant sein. Bei Lebensmittelkontakt prüfen wir die einschlägigen EU-Vorschriften, einschließlich Verordnung 10/2011 für Kunststoffe, oder die relevanten US-amerikanischen FDA-Vorgaben. Der erforderliche Weg wird aus Anwendung und Absatzmarkt abgeleitet.
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Validierung und Zertifizierung vorbereiten
Risikoanalysen, technische Dokumentation und die Zusammenarbeit mit geeigneten Prüflaboren begleiten den Prozess. Wir klären, welche Tests erforderlich sind und wer für die Bewertung und eine mögliche Zertifizierung verantwortlich ist.
Vom Konzept zum fertigungsgerechten Produkt
Wir übersetzen Spezifikationen in ein Design, in dem Funktion, Erscheinungsbild und Produktion zusammenfließen. Wandstärken und Rippenstrukturen, Toleranzen und Passungen, Anspritzpunkte und Entlüftung sowie Oberflächenfinish und Farbe werden in ihrem Zusammenspiel ausgearbeitet. Auch Montage- und Wartungsfreundlichkeit sind Bestandteil des Design for Manufacturing (DFM). Indem Gehäuse und Funktionalität gemeinsam konstruiert werden, prüfen wir, wie das Bauteil als Ganzes besser gefertigt und genutzt werden kann.
Materialauswahl und zirkuläre Lösungen
Die Materialauswahl beeinflusst unter anderem Festigkeit, Gewicht, Lebensdauer und Kosten. Wir bewerten Materialien ausgehend von der jeweiligen Anwendung und betrachten mehr als nur eine einzelne Eigenschaft. Ein Design für und im Sinne des Recyclings hilft, die Möglichkeiten für eine nächste Lebensphase bereits zu berücksichtigen.
Technische Kunststoffe
Materialien wie ABS, PC, PP und PEEK unterscheiden sich in ihren Eigenschaften und in der Verarbeitung. Belastung, Umfeld und Fertigungsweg bestimmen, welcher Kunststoff geeignet ist.
Metalle, wo funktional notwendig
Aluminium oder andere Metalle können im Produkt oder in Kombination mit Komponenten eine Rolle spielen. Wir prüfen, ob ihre Eigenschaften eine funktionale Ergänzung zu den Kunststoffteilen darstellen.
Verbundwerkstoffe
Wenn die Anwendung es erfordert, beziehen wir Verbundwerkstoffe in die Materialabwägung mit ein. Auch hier bewerten wir Leistung, Fertigbarkeit und die Verarbeitung nach Gebrauch im Zusammenspiel.
Recycelte und biobasierte Varianten
Wir prüfen zirkuläre bzw. recycelte Kunststoffe und biobasierte Alternativen. Die Wahl muss zur Nutzung und Produktion passen; ein anderer Rohstoff macht ein Bauteil nicht automatisch für Wiederverwendung oder Recycling geeignet.
Prototypen prüfen vor der Serienproduktion
In unserer Pilotfabrik in Groningen verknüpfen wir Prototypen mit einem Prüfplan. Wir legen fest, welche Eigenschaften nachgewiesen werden müssen, und verbessern das Design anhand der Ergebnisse. So lassen sich technische und praktische Fragestellungen klären, bevor das Volumen hochgefahren wird.
Mechanische Festigkeit und Funktion
Druck-, Biege-, Fall- und Ermüdungsprüfungen helfen zu beurteilen, wie das Bauteil auf die erwarteten Belastungen reagiert. Die Prüfaufstellung wird auf die beabsichtigte Nutzung und die Lebensdauer abgestimmt.
Maße und Toleranzen
Mit Messmitteln prüfen wir kritische Abmessungen gegenüber den Vorgaben. Damit untersuchen wir, ob das Bauteil passt und welche Maßabweichungen für die Montage akzeptabel sind.
Oberflächenqualität
Wir bewerten Struktur, Glanz, Farbgleichmäßigkeit und Abweichungen wie Einfallstellen oder Fließlinien. So werden ästhetische Anforderungen neben den funktionalen Anforderungen überprüft.
Montage und Passgenauigkeit
Wir testen die Anbindung an Elektronik, Dichtungen, Schrauben und weitere Komponenten. Wo nötig optimieren wir die Ausführung für Montage, Wartung und Service.
Thermisches Verhalten
Temperatur- und Wärmemanagementtests geben Aufschluss über Ausdehnung, Schrumpfung und Wärmeabfuhr. Wir beurteilen das Verhalten unter den für die Anwendung vereinbarten Temperaturbedingungen.
Betriebsbedingungen
Klima, chemische Einflüsse, UV-Exposition und Vibrationen können Teil des Prüfplans sein. Diese Tests unterstützen die Bewertung von Leistung und Lebensdauer unter relevanten Bedingungen.
Werkzeugbau und Vorbereitung für die Serienproduktion
Sobald das Design ausreichend fundiert ist, erarbeiten wir die Form und den Produktionsprozess. Simulationen, Formenbau und Probespritzungen ergänzen sich gegenseitig. Aluminium, Stahl oder eine hybride Ausführung werden je nach Stückzahl, Geometrie, Lebensdauer und weiteren Anforderungen gewählt.
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Formtyp festlegen
Aluminium kann für Pilotserien und kleinere Stückzahlen geeignet sein. Stahl ist eine Option bei höheren Volumina oder anderen Anforderungen an das Werkzeug. Hybride Lösungen können sinnvoll sein, wenn Geometrie oder Anwendung eine Kombination erfordern.
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Eigene Formenwerkstatt
In Groningen fertigen und warten wir Formen in eigener Regie. Die kurzen Wege zu Engineering und Produktion erleichtern es, Erkenntnisse aus Simulationen und Testserien gezielt zu verarbeiten.
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Golden Sample als Referenz
Ein freigegebenes Golden Sample dient zusammen mit der Dokumentation als Referenz für Toleranzen, Oberfläche, Farbe und Funktionalität. Damit legen wir fest, welche Ausführung bei der weiteren Produktion erwartet wird.
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Übergabe und Hochskalierung
Bei Produktion in den Niederlanden oder bei ausgewählten Partnern in Asien unterstützen wir die Übergabe. Technische Dokumentation, Begleitung der ersten Serienläufe und Vereinbarungen zur Qualitätssicherung sind Teil der Vorbereitung.
Kunststoff-Produktentwicklung
Von der ersten Idee zu einem Produkt, in dem Material, Konstruktion und Produktion aufeinander abgestimmt sind.
Mehr zur Kunststoff-Produktentwicklung
Gestaltung für die nächste Lebensphase
Untersuchen Sie, wie Lebensdauer, Reparatur, Wiederverwendung und Recycling Bestandteil Ihres Designs werden.
Mehr zur ZirkularitätWarum PEZY
Kunststoffteile entwickeln und herstellen mit PEZY
Bei PEZY treffen Design, Kunststoffengineering, Prototyping und Produktion aufeinander. Sie arbeiten mit einem zentralen Ansprechpartner, der die Kohärenz zwischen den Anforderungen an das Bauteil und der gewählten Produktionsroute sicherstellt. Das gilt für ein Präzisionsteil, ein robustes Gehäuse oder ein Produkt mit mehreren zusammenwirkenden Komponenten. Wir kombinieren eigene Einrichtungen mit ausgewählten Partnern. Die Aufmerksamkeit für Herstellbarkeit, Qualität und Kreislaufwirtschaft zieht sich von der ersten Analyse bis zur Vorbereitung auf die Serienproduktion.
3 Standorte
Design, Engineering und Produktion in enger Zusammenarbeit.
Pilot Factory
Vom ersten Modell bis zur Kleinserie, hausintern.
30+ Jahre
Produktinnovation seit 1995.
Great Place to Work
Anerkannt auf Basis des Feedbacks unserer Mitarbeitenden.
Besprechen Sie Ihre Kunststoffteile
Möchten Sie Kunststoffteile fertigen lassen oder ein bestehendes Design verbessern? Wir besprechen Anwendung, Material, Stückzahlen und Qualitätsanforderungen. Vom ersten Prototypen bis zur Serie: Gemeinsam legen wir fest, welche Entwicklung und Validierung erforderlich ist.